Seit 4 Wochen fahren wir schon durch Italien – gerade sind wir in der Toskana – und so richtig eingewöhnt haben wir uns noch nicht. Es ist schon alles ganz anders als in Spanien, das wir eigentlich als unsere zweite Heimat betrachten. So ein bisserl muss ich jetzt schon vom Leder ziehen:
Jeden Tag fahren wir einige Kilomenter und fast jeden Tag sind wir schweißgebadet, bis wir irgendwo ankommen. Im nördlichen Italien scheint zu jeder Stunde jeder Einwohner mit dem Auto unterwegs zu sein. Von früh bis nachts brummt der Verkehr jederzeit wie zur rush our. Und fragt nicht nach der Beschaffenheit der Straßen. Da sind teilweise so große Krater und Risse drinnen, dass wir das Auto am liebsten drüberheben würden. Geht natürlich nicht und der Kalle fährt im normalen Tempo drüber, was bei uns indoor ein Geschirrklappern und Ächzen sämtlicher Bauteile nebst Bauchschmerzen verursacht – und das alle 5 Meter.
Die Straßen werden manchmal so eng, dass wir mangels Ausweichmöglichkeit schon etwas Panik haben. Der Kalle hat sich angewöhnt, wenns eng wird, mit Vollgas durchzubrettern, um schnell wieder rauszukommen. In der Zeit hänge ich im Beifahrersitz, an die Tür geklammert und bin immer wieder froh, wenn sich unser Auto wegen Bodenkratern gefährlich nach rechts – Richtung Abhang – neigt, mit dem Leben davongekommen zu sein.
Wir stellen fest, dass insgesamt das Leben unterwegs – also auf der Straße – in Italien eher schwierig ist. Viele Entsorgungsstationen sind in die Jahre gekommen und funktionieren nicht richtig oder sind superschmutzig. Insgesamt gibt es ehedem nicht allzuviele Plätze, die für uns optimal zum Arbeiten, Proben, Sightseeing und Schlafen sind. Naja – die Eierlegenede Wollmilchsau werden wir hier vermutlich nicht finden.
Hinzu kommen noch die hohen Benzinpreise. Diesel kostet im Mittel um die 1,65€ und die Lebensmittel sind auch nicht gerade günstig. Die Bierpreise variieren total – heute haben wir für ein großes Bier nur 3€ bezahlt, obwohl wir direkt in der Maremma sind, aber in irgendsoeinem Kaff im Landesinneren hatten wir schon – für das allergleiche Flaschenbier 7€ bezahlt. Phuuuu – da haben wir uns ganz schön geärgert. Heute hingegen haben wir uns sehr gefreut und alles ist gut 🙂




















